Ursus & Nadeschkin

Tagebuch

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27.10.2005

Von Schrippen & Stullen – deutschländisch (Teil 1)

Von Schrippen & Stullen – deutschländisch (Teil 1)

Das Publikum, dass wir in deutschen Theatern jeden Abend zu sehen bekommen, sieht zwar immer ähnlich aus, heisst aber immer wieder anders. Mal heisst es Horst, mal Günther, mal Waltraud, mal Kerstin
So ähnlich siehts auch mit dem Catering aus, dass uns vor jedem Auftritt mehr oder weniger aufwändig in die Garderobe gestellt wird.
Optisch jeweils ähnlich, ist doch die Bezeichnung sehr variabel, je nach geografischer Lage des Auftrittsortes.
Was bei uns ein ZVIERI ist, kann hier je nach Ort die VESPER, das VIERUHRBROT, die BROTZEIT, das HALBABENDBROT oder die JAUSE sein.

Und was man hier auf dem Bild erkennen kann, ist nicht einfach ein Brot mit Fleisch, nein, sondern
ein SCHNITTCHEN, eine SCHRIPPE, eine STULLLE, ein RUNDSTÜCK, eine SEMMEL oder ein WECKEN.

Die ernüchternde Tatsache, die wir nach jahrelangen Tournee durch deutsche Garderoben und Caterings allerdings feststellen: die geschmackliche Qualität eines belegten Brotes ist nicht unbedingt höher, je mehr Bezeichnungen es dafür gibt...

Mehr dazu ein ander Mal.

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