Tagebuch
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05.09.2006
Fussgeher

Nach einem rundum zufriedenstellenden Gastspiel in der Wiener KULISSE, tollem Publikum und dreimal vollem Haus sieht es sehr danach aus, dass wir nun öfters hier zu Gast sein werden.
Die Daten für die Fortsetzung sind bereits gebucht (Mai 2007, genaueres bald im Spielplan).
Bis dahin werden wir genügend Zeit haben, uns mit den sprachlichen Eigenheiten des selbst für schweizerdialektgewohnte Ohren eigenwillen «Wienerischen» auseinanderzusetzen.
Dass FUSSGEHER Fussgänger heisst und dass HAUSBESORGER Hausabwart heisst, mag ja noch verständlich sein, und die ganzen SCHMANKERLS, NOCKERLS, GUSTLS, PAPPERLS, KRANKLS, ZAPFLs und anderen -LS sind unserem LI ja durchaus verwandt, aber es gibt heerscharen von Ausdrücken, auf die muss man erst mal kommen.
Zur Weiterbildung hier ein paar Beispiele:
scherngeln = schielen
schiach = hässlich
schnackerln = der Hitzgi
Gugascheckn = Sommersprossen
Gschäftlhuber = Wichtigtuer
Schlagobers = Sahne
an Obi gschpritzt = Apfelsaft mit Wasser
pfiat di und baba = kann man fast immer gebrauchen
Falls sich jemand noch tiefer in die Sprache der Ureinwohner vertiefen möchte,
hier zum Wienerisch–Deutsch-Lexikon...

