Tagebuch
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18.12.2006
Rebecca und ihr Schneestern!

(Im Bild: Schnappschuss mit Rebecca Carrington und unserer Künstlerkontakterin Bea!)
Gerhard Polt hat ins Schwarze getroffen als er die Laudatio an Rebecca mit dem folgenden Satz begann:
«Es ist schön, wenn der Gewinner auch noch den Preis bekommt!»
(...)
Wir sind alle glücklich und gratulieren der «Frau mit Cello» so fest
es geht! - und dass sie im Herbst 2007 zusammen mit Ursus & Nadeschkin auf Schweizer Tournée sein wird, soll fortan kein Geheimnis mehr sein: Die Vorfreude auf die neuste Edition von «Perlen Freaks & Special Guests» hat soeben begonnen! Premièrenstart: Ende August 2007 im Casinotheater Winterthur...
Mehr Infos über Rebecca findet man unter:
www.rebeccacarrington.co.uk
© Die Südostschweiz; Kultur
Der Schneestern geht am Rekordfestival an eine Dame:
Mit Rebecca Carrington hat erstmals in der 15-jährigen Geschichte des Arosa Humorfestivals eine Frau den Schneestern gewonnen. Das Festival ist gestern mit einem neuen Zuschauerrekord zu Ende gegangen.
Von Franco Brunner
Arosa. - Rebecca Carrington erhält neben dem Arosa Schneestern, der offiziellen Auszeichnung des Humorfestivals, auch die Gelegenheit für einen weiteren Auftritt in Arosa am Festival im kommenden Jahr. Mit der jungen Britin gewann nicht nur erstmals eine Frau den Schneestern - heuer in Form eines Gemäldes des Bündner Kunstmalers Martin J. Meier - sondern auch eine jener zahlreichen Künstlerinnen, welche dem Festival heuer erstmals ihre Aufwartung gemacht haben.
Carrington vermochte das Publikum mit einer ungemein witzigen und musikalisch virtuosen Performance am Cello für sich gewinnen. Ihr Auftritt am ersten Festivalwochenende - eine Doppelvorstellung mit der Schweizer Formation Lapsus, war restlos ausverkauft gewesen.
Zufriedener Festivalleiter:
Festivalleiter Martin Vincenz kann auch in diesem Jahr eine durchwegs positive Bilanz ziehen. «Ich bin sehr zufrieden mit der 15. Austragung des Humorfestivals», sagt er gegenüber der «Südostschweiz«. «Wir haben mit rund 10 500 Besuchern erneut einen Zuschauerrekord verzeichnet.» Natürlich hänge dies nicht zuletzt auch mit dem neuen und grösseren Festzelt zusammen, doch Vincenz sieht darin ebenso die Bestätigung der Arbeit während der letzten neun Jahre seit seinem Amtsantritt als Leiter des Humorfestivals.
«Was zu Beginn eigentlich mehr eine Après-Ski-Touristenattraktion gewesen war, hat sich zu einem inhaltlich hoch stehenden Anlass entwickelt.» So sei es mittlerweile auch möglich, etwas ruhigere Programme - wie zum Beispiel der Auftritt des Literaten und Fernsehmoderators Roger Willemsen - im Festzelt aufzuführen. «Das Publikum ist bei solchen Anlässen ungemein aufmerksam und interessiert», sagt Vincenz. So etwas wäre vor ein paar Jahren noch nicht möglich gewesen. «Damals kamen die Leute in erster Linie nach Arosa, um Ski zu fahren und schauten sich nebenbei noch einen Auftritt am Festival an. Heute kommen sie hauptsächlich des Programms wegen.»
Ein Programm, das sich auch in diesem Jahr wieder sehen liess. Neben bekannten Grössen wie Massimo Rocchi, Ursus & Nadeschkin[100] und dem Chaos-Theater Oropax, gab es auch viel Neues, das gemäss Vincenz beim Publikum ausgezeichnet ankam. So zum Beispiel der Gastauftritt des Churer Theaters Klibühni und die Eigenproduktion «Text oder nie!». Besonders auf Letztere ist Vincenz denn auch mächtig stolz. «Das freut mich ausserordentlich, dass wir mit dieser Idee - bei der Texte von Amateuren durch Profis vorgetragen wurden - erfolgreich waren und ein kleines Highlight setzen konnten.»
Auffallend viele der Vorstellungen im Tschuggenzelt und im Aroser Kino waren in diesem Jahr ausverkauft, darunter die Gastspiele von Massimo Rocchi, Michael Ehnert und Arthur Senkrecht, Flügzüg und Olé, Joachim Rittmeyer sowie Ursus & Nadeschkin[100]. Vor vollem Haus fanden sogar unter der Woche die beiden TV-Aufzeichnungen, die zwei Gatspiele der Geschwister Pfister sowie das Programm des TV-Stars Rick Kavanian und weitere Auftritte statt.
Absurdes aus Bayern:
Ein weiterer Höhepunkt des diesjährigen Humorfestivals war mit Sicherheit der Auftritt des deutschen Kabarettisten Gerhard Polt vom Freitag. Der Urbayer glänzte mit seinen absurden Geschichten aus dem Alltag im Süddeutschen Freistaat. Da ärgerte er sich als notorischer Nörgler über seinen Nachbarn, der es doch tatsächlich fertig gebracht habe, eine Weisswurst zu grillen, oder verkaufte als verdorbener Fleischimporteur gammeliges Rehragout ins EU-Ausland und verrechnete die Salmonellen dabei extra. Herrlich komisch war auch seine, in einem grandios klingenden Bayrisch-Englisch gehaltene Ansprache, mit der er den Afrikanern die Demokratie lehren wollte. Denn der demokratische Gedanke sei ja bekanntlich in Bayern erfunden worden.
Unterstützt wurde Polt bei seinem Aroser Gastspiel von dem hochmusikalischen Trio der Biermösl Blosn, das echte bayrische Volksmusik mit typisch bayrischen Instrumenten wie Harfe, Dudelsack und Drehleier zum Besten gab. Alles in allem ein Abnormitätenkabinett deutscher Geschwätzigkeit und Engstirnigkeit der Extraklasse.

