Ursus & Nadeschkin

Tagebuch

Hier findet man alle weiteren Tagebuch-Einträge

16.04.2007

© Solothurner Zeitung

© Solothurner Zeitung

(Foto: Unsere Technische und Organisatorische Crew, die einerseits diesen wunderbaren Konzertsaal in Solothurn wärend 2 Tagen so richtig gut mit Licht, Ton und Tanzteppich einpackte, oder sie anderseits bis zum letzten Sitzplatz füllte. Ein grosser Dank an alle!)

...und das meint die Presse:
© Solothurner Zeitung: Anders - und doch vertraut wie immer
Das Komikerduo Ursus und Nadeschkin zeigte sein aktuelles Programm vor ausverkauftem Haus

Seit 20 Jahren stehen sie gemeinsam auf der Bühne und mit dem Programm «Weltrekord» ist ihnen ein weiterer Grosserfolg gelungen. «Ursus und Nadeschkin» begeisterten am Freitag und am Samstag auch im Konzertsaal vor ausverkauften Rängen. Überraschend anders und doch vertraut wie immer.

Eine grosse, nie da gewesene Show würde es geben, verkünden Ursus und Nadeschkin, «völlig anders» soll es werden. Das Komikerduo möchte seinem Publikum etwas bieten. So will Nadeschkin erst einmal den Konzertsaal in Brand setzen, um mit einer Evakuierung so richtig Action zu machen. Davon lässt sie zum Glück ab und sucht stattdessen krampfhaft nach einer Disziplin, die sie und Ursus besser beherrschen als jeder andere, um damit die perfekte Show zu zeigen und einmal etwas «Besonderes zu sein». Ein Weltrekord muss her. Vergeblich sind in der Folge die Versuche mit Becherstapeln, Tanzen, einer Song-Contest-Teilnahme oder Blitze einfangen. Alles, was am längsten, grössten oder am schnellsten ist, hat schon einen Meister. Also einigen sich Ursus und Nadeschkin auf das, was sie am besten können, das Synchronsprechen. Doch trotz «brutaler mentaler Kongruenz» scheitern die zwei auch bei diesem Rekordversuch.

Zuschauer miteinbeziehen

Gewohnt wortwitzig, mit viel Gestik und unvorhersehbaren Wendungen erfüllten Ursus und Nadeschkin alle Erwartungen. Überraschend versöhnlich sind sie bei «Weltrekord», Musik und Tanzelemente spielen eine grössere Rolle als in früheren Programmen. «Die Komik entsteht nicht mehr dadurch, dass wir uns gegenseitig fertigmachen, wir sind ein Team», erklärte Nadja «Nadeschkin» Sieger. Ausserdem stünden die Wortspiele nicht mehr im Vordergrund, dafür würden die Zuschauer in die Vorstellung miteinbezogen. Das sei definitiv eine Veränderung. Viele Untertöne, kleine zeit- und gesellschaftskritische Details sind eingebaut worden. «Es ist viel von uns selber in diesem Stück drin. Das kann man merken oder auch nicht. Aber man hat so oder so einen lustigen Abend», sind sich Nadja Sieger und Urs «Ursus» Wehrli einig.

«Spontan und natürlich»

Vielleicht keinen Rekord, aber mindestens einen Grosserfolg feiern Ursus und Nadeschkin mit «Weltrekord» schon lange: Seit der Premiere Anfang 2006 waren die über 100 Vorstellungen ausverkauft. Auch für die zwei Abende in Solothurn war seit mehreren Wochen kein Billett mehr zu haben. Die Glücklichen, die noch Einlass gefunden hatten, waren begeistert: «Perfektes Zusammenspiel, es wirkt alles spontan und natürlich», fassten Hanspeter und Dora Gempeler aus Bellach zusammen. Der Solothurner Dave Borner sah seine Erwartungen übertroffen: «Ich habe schon andere Programme von Ursus und Nadeschkin gesehen, war am besten.» Und Benno und Elsbeth Hug aus Lommiswil meinten nur: «Die Stimmung im Publikum sagt eigentlich alles.»

«Weltrekord» noch bis im Juli

Noch bis im Juli sind Ursus und Nadeschkin mit «Weltrekord» unterwegs, im Herbst touren sie mit dem Variété-Programm «Perlen, Freaks und Special Guests» mit 16 Künstlern aus der ganzen Welt durch die Schweiz. Die früheren Programme werden aber ein Thema bleiben. 2008 wird zumindest «Weltrekord» wieder auf die Bühne kommen. «Als Komiker werden Sachen selten , ausser man ist tagesaktuell», meinte Nadja Sieger. «Unsere Stücke drehen sich aber immer um die grösseren Gefühle, die grossen Themen. Die kann man im Prinzip ein Leben lang spielen.»

Zum Schluss kam der «Rekord» doch noch zustande: Alle 580 Zuschauer stellten sich eine Pet-Wasserflasche auf den Kopf, wackelten neben den Ohren mit den Händen und sagten synchron: «Ich habe eine rezyklierbare Wasserflasche auf dem Kopf und mache einen Weltrekord.»
(Text: Eva Berger

Hier findet man alle weiteren Tagebuch-Einträge