Ursus & Nadeschkin

Tagebuch

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17.05.2008

Der Ehren-Salzburger Stier 2008

Der Ehren-Salzburger Stier 2008

für Franz Hohler!

Der heutige Tag gilt «ganz unserem Franz», und Ursus & Nadeschkin üben sich extrem im Laudatio aufsagen!
Der ehrenwürdige Altmeister und Kollege hat sich die beiden als sein persönliches Laudatorenteam gewünscht.
Darum: Auf nach Düsseldorf!

Wer am Radio live, oder aber auch später hören will, was bei so einer speziellen Vorstellung im legendären Kommödchen alles gesagt wird, kann das in Oesterreich, Deutschland oder auch der Schweiz ausgiebig nachverfolgen. Die Sendetermine finden sie hier!


Die Presse berichtet im Vorfeld:
Franz Hohlers "grösstes Talent" ist es, "der Bestie Wirklichkeit in die Augen zu schauen, ihren Medusenblick auszuhalten und dabei heiter zu bleiben, optimistisch. Franz Hohler ist ein realistischer Phantast oder ein phantasiegesegneter Realist, jedenfalls kann man bei ihm nicht das eine ohne das andere haben." So formuliert es der Schriftsteller Urs Widmer.
Franz Hohler ist ein virtuoser Alleskönner. Seine kabarettistische Karriere nahm ihren Anfang 1965 mit dem musikalisch-satirischen Programm "pizzicato" im Heizungskeller der Universität Zürich. Von dort aus führte sein Weg sehr schnell auf die renommiertesten Kabarettbühnen Deutschlands und dann weiter durch ganz Europa, durch Nordafrika, Lateinamerika, Indien und die USA.
Wenn Franz Hohler in den letzten Jahrzehnten unterwegs war, hatte er entweder sein Cello und eines von 14 Soloprogrammen im Gepäck, oder seine Bücher: Kurzgeschichten, Gedichte, Novellen, Romane, Sprachspiele, Kinderbücher. Keine literarische Gattung ist Franz Hohler fremd. Und auch kein Medium: Theaterstücke, Filmdrehbücher, Radio- und Fernsehsendungen sind seiner unerschöpflichen Phantasie entsprungen.
Der "Bestie Wirklichkeit" auch ausserhalb der Bühne entschlossen die Stirn zu bieten, hat Franz Hohler politische Anfeindungen, aber auch viel Bewunderung eingebracht. Früh schon, 1973, erhielt er den Deutschen Kleinkunstpreis, spät erst, 2005, den Kunstpreis der Stadt Zürich.
Jetzt hat sich Franz Hohler entschlossen, die Kabarettbühne nach über 40 Jahren zu verlassen. Diesen Abschied des Kabarettisten - nicht des Autors Franz Hohler! - nimmt die Jury des Salzburger Stiers zum Anlass, den einzigartigen Künstler zu würdigen und ihm den Ehrenstier 2008 zu überreichen. Den Salzburger Stier hat Franz Hohler 1982 mit aus der Taufe gehoben, als er in der Rolle eines Paten den ersten Schweizer Preisträger, Joachim Rittmeyer, dem internationalen Radio-Publikum vorstellte.
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