Ursus & Nadeschkin

Tagebuch

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23.05.2008

Heute Première im St.Pauli Theater

Heute Première im St.Pauli Theater

Hamburg, wir kommen!

©Hamburger Abendblatt

Zwei, die etwas anders ticken
Comedy Am 23. Mai haben die Schweizer Ursus & Nadeschkin mit ihrem "Weltrekord" im St.-Pauli-Theater Premiere

Von Stefan Reckziegel

Mit seinem Schlagzeug übertönt er alles. Bis es ihr zu bunt wird, und sie (staubige) Kissen auf die Drums legt - Per-Cushion. Irgendwie klingt bei diesem Eurovisions-Schnelldurchlauf alles gleich. Mainstream? "In Deutschland nicht, in der Schweiz schon", sagen Ursus & Nadeschkin unisono. Unter den Eidgenossen sind sie längst Kleinkunst-Kult. Kennengelernt haben sie sich 1987 bei einem Zirkuskursus - in Wiesbaden. Der verlief indes so enttäuschend, dass sie ihre Clowns- und Artistiknummern lieber auf dem Gehweg ausprobierten. "Die Straße ist eine Super-Schule", meint Ursus.

Auch heute, nach mehr als 20 Jahren, machen sie "nichts Intellektuelles", wie Nadeschkin alias Nadia Sieger einräumt. "Aber wir haben immer mal wieder schräge Ideen." Der durchaus rasante Mix aus Musik, Clownerie, Kabarett und Theater kommt nicht nur im deutschsprachigen Raum an. "The German Marx Brothers" nannte sie - in Unkenntnis der Schweiz und des Akzents - die US-Presse nach Gigs in New York. Die Jury des Deutschen Kleinkunstpreises hingegen pries sie als "Sprachakrobaten".

Nachdem Ursus & Nadeschkin schon 2004 mit ihrem Best-of-Programm "Hailights" in den Fliegenden Bauten gastierte, hat das Duo vom 23. bis 25. sowie 28. bis 31. Mai beim Kabarettfestival im St.-Pauli-Theater Hamburg-Premiere mit "Weltrekord". Zu den Disziplinen zählen Pappbecherstapeln, Männerwerfen und Synchronsprechen, "Wir waren noch nie in einem Programm solch eine Einheit", versichert Ursus - glaub- und ernsthaft.

Dennoch schenkt auch er seiner (Bühnen-)Partnerin ordentlich ein - mit einer fest montierten Kaffeekanne auf dem Kopf in eine befestigte Tasse auf dem linken Knie. Dieses Kunststück ist nur ein Teilchen beim "Weltrekord". Auch das Publikum im Saal soll seinen Kopf benutzen...

22. Kabarettfestival bis 31.5., 20.00, St.-Pauli-Theater (S Reeperbahn), Spielbudenpl. 30, Karten (14,65 bis 31,45) im HA-Center, Caffamacherreihe 1, T. 30 30 98 98 od. T. 47 11 06 06; www.st-pauli-theater.de

erschienen am 22. Mai 2008

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