Tagebuch
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09.04.2009
© Blick von heute

(Foto: Geri Born. - wer denn sonst?!)
Sie ist selber leidenschaftliche Tänzerin: Nadja Sieger alias Nadeschkin im Interview.
Blick: Ist Tanzen für Sie Leidenschaft oder Hobby?
Nadja Sieger: Tanzen ist für mich eine Leidenschaft. Sich eine Nacht lang zu bewegen ist oft schöner als Ferien oder süsses Nichtstun.
Und es macht selbstbewusst.
Nicht unbedingt. Aber Tanzen macht glücklich. Und wer glücklich ist, wirkt automatisch selbstbewusster. Aber es ist wie mit jeder Leidenschaft: Fürs Glücksgefühl muss man auch leiden. Wer ein guter Tänzer werden will, muss richtig viel üben!
Was trainieren Sie?
Lindyhop – besser bekannt als Swingtanzen. Für einen einzelnen Tanzabend reise ich schnell mal von Zürich nach Bern, Luzern oder Genf. Für ein gutes WorkshopWeekend kanns auch weiter gehen, nach London oder Barcelona.
Lindyhop ist ja eher anspruchsvoll. Was, wenn man kein Rhythmusgefühl hat?
Menschen mit wenig Takt im Blut sind nicht unbedingt auch schlechte Moover. Das mit dem «gut» ist eben immer auch Ansichtssache. Ich persönlich schaue lieber Amateurtänzern zu, die mit Herz und Seele bei der Sache sind, als irgendwelchen wirkungsorientierten Tanzprofis, die vor lauter Training und «gut ausschauen» den wahren Antrieb verloren haben.
Haben Sie schon alle Ihre Tanzträume verwirklicht?
Nein. Ich möchte noch den «Shag» lernen. Das ist wie Lindyhop ein Tanz aus den 1930er- und 1940er-Jahren. Er basiert auf frühen Formen des Foxtrott.
Sie sind ja eine richtige Tanz-Expertin.
Ich lag schon als Kleinkind stundenlang mit den Ohren möglichst nah am Radio-Lautsprecher. Meine ersten Schritte waren wohl Tanz-Schritte.
Nächste Vorstellungen von Ursus & Nadeschkin, : «Special», 10./ 11. 4. Casinotheater Winterthur, 16./ 17. 4. Kleintheater Luzern. «Im Orchester Graben», 15.—28. 5. Theater 11 Zürich. www.ursusnadeschkin.ch

