Tagebuch
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16.06.2002
Hitze (3)

Es werden wohl in nächster Zeit noch ein paar Einträge mit hitzespezifischen Themen folgen...
Heute: Der Durchzug.
Damit das Zelt, welches sich den ganzen Tag durch die Sonnenbestrahlung wie eine Sauna aufheizt, wenigstens ein bisschen durchgelüftet wird, werden alle nur möglichen Löcher geöffnet (Türen gibt's ja hier nirgends). Die vier Eingänge bleiben aufgeklappt, die gesamte Zeltplache wird unten so weit wie möglich hochgezogen und alle Dachluken aufgeschlagen.
Grosse, stationierte Zirkusunternehmen in wärmeren Ländern haben längst mit Air-Conditionings aufgerüstet, was sich aber für einen Zirkus in der Schweiz mit ständig wechselnden Standplätzen nicht lohnt, da das Zelt dazu immer wieder neu hermetisch mit einem Betonring abgedichtet werden müsste. Ausserdem gingen durch die grossen Luftröhren, die rings um den Zuschauerraum gezogen werden müssten, sehr viele Plätze verloren, und der zusätzlichen Stromverbrauch wäre immens!
ALso schwitzen wir uns tapfer «ohne» durch die Vorstellungen hindurch, und freuen uns daran, dass es wenigstens den Zuschauern in der Hitze besser geht, denn diese haben ja ihre multifunktionalen Eintrittskarten:
Ticketcornertickets sind schliesslich so gross, dass jedermann sie gut und gerne zum Fächer umrüstet.

