Ursus & Nadeschkin

Tagebuch

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22.08.2002

Schöne Momente

Schöne Momente

Die schönsten Momente im Zirkus sind immer wieder andere:

- nach der Vorstellung im Buffetzelt lange stehen und plaudern;
- zum Finale in die Manege rennen, und im Beifall schwimmen;
- sich dann von Franco Knie sagen lassen, dass wir immer noch zu früh ihr Jubiläum feiern;
- im Warm-Up ein kinderreiches Elternpaar fragen, ob sie noch andere Hobbies haben;
- in der Vorstellungspause Backstage Kaffee machen, einen für Herr Aeby warm stellen, und hören, wie unterdessen in der Manege der immergleiche Werbetrailer zum Antarktis-Film läuft;
- Mocca für ihren grossen Auftritt in die Tasche betten;
- den Elefanten beim Plantschen in ihrer Bademulde zuschauen;
- drei Meter unter Kimalis Kopf die Hände ausstrecken und zusehen, wie der grazile Giraffenmann in Zeitlupe zu einem runter schwebt;
- die Zooäffchen mit Apfelstückchen versorgen;
- im Backstage-Bereich mitten im Gespräch davonrennen, um dann gerade noch rechtzeitig in der Manege aufzutauchen;
- auf immer und ewig Zirkusmusik live erleben, und mitsummen, ohne dass man es merkt;
- an verregneten Abbautagen durch den Pflotsch tapsen, und wissen, dass drinnen die Show ganz normal weitergeht, währenddem draussen die Traktoren im Schlamm Pirouetten dehen;
- ab und zu von Marie-José im Kniegarderobenwagen ein Gläschen Champagner «brut» im Plastikbecher spendiert bekommen;
- durch die Stadt spazieren und sich selber via Plakat zuschauen;
- nachts nach der Vorstellung unter dem Sternenhimmel sitzen, eine Zigi rauchen (Urs), oder an einem Glas Wein nippen (Nadja);
- schlafenden Elefanten beim Schnarchen zuhören.
- im warmen Bett liegen und Regen auf's Wohnwagendach prasseln lassen;
- morgens im Wohnwagen in Ruhe frühstücken und gleichzeitig die Mails checken;
- neue Tagebuchtexte zwischen Urs & Nadja hin-und-her zeigen, bis dass sie sitzen;
- gemeinsam die Anzahl Vorstellungen zählen;
- Seelöwen küssen;
- ab und zu reiten;
- Fussball spielen;
- Patrick necken;
- polnisch zählen lernen;
- Den Marrokanern tausendmal täglich «tabas» zuzückrufen;
- und schliesslich «rechtschaffenmüed» in die heimelige Wohnwagenkoje fallen, und sofort einschlafen;

Das alles werden wir nun einen knappen Monat vermissen, denn heute Nacht fährt der Zirkus nach Genf, wo wieder – ohne uns – die französische Version gespielt wird.
Unser Comeback wird dann am 19.9. in Biel sein.
Unser Tagebuch wird sporadisch weitergeführt, damit weder unsere Leser noch wir auf Entzug kommen!
Bis morgen also!

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