Tagebuch
Hier findet man alle weiteren Tagebuch-Einträge
24.10.2002
Abfahrt Brig

(Foto:Christian)
Die Verschiebung des Zirkus von Brig nach Thun ist deshalb erwähnenswert, weil sie durch den Lötschbergtunnel führt. Für all diejenigen, die sowieso immer per Zug von Ort zu Ort transportiert werden, spielt das keine grosse Rolle, denn sie schlafen in ihren Kojen wie jedesmal und erwachen am Morgen am neuen Spielort, ganz egal wo. Die Artisten und Angestellten mit eigenen Wohnwagen hatten hingegen eine lange Nacht. Sie fuhren nach der Vorstellung mit ihren Anhängern nach Goppenstein, durften dort drei Stunden lang warten, bis um 3 Uhr nachts ein Extrazug die Campings auflud, um sie eine halbe Stunde später in Kandersteg wieder auszuspuckten. Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt, nach dem Einparken und Einrichten der Wagenburg, war aber trotzdem noch keine Nachtruhe, denn erst jetzt trafen diejenigen ein, deren Wagen zu gross für den Zugverlad waren und die deshalb die grosse Runde auf der Strasse von Brig via Montreux und Bern nach Thun machen mussten.
Nun, - hier nur nebenbei erwähnt - uns tangierten die ganzen Strapazen kaum. Wir spielten nämlich die Ausnahme der komplizierten Reise, durften die zwei Tage als Zuzügler in einem briger Hotel mit Zentralheizung nächtigen, und drum ohne viel Aufwand, was heisst - nur mit unserem kleinen Bus - nach der Show via Mitternachtszug schwups durch den Lötschberg sausen... um dann in Thun, schon um 2:00 Uhr in Richtung Morgen auszuschlafen!
...hmm, das war schön!

