Tagebuch
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14.09.2003
Kleinkunsttag (4): Basel, Tabourettli, 23 Uhr

Spätnachts im Tabourettli sehen wir so frisch aus wie man eben aussieht, wenn man 12 Stunden lang an 8 verschiedenen Orten knapp 4 Stunden lang auf der Bühne gestanden hat...
Der Tag im Zeitraffer:
Frühmorgens, nach dem Auftritt in Baden-Baden Richtung Schweiz fahren und in Basel ins Bett fallen.
Nach dreieinhalb Stunden Schlaf per Speisewagen nach Sargans. Danach in Balzers, Heliport.
1. Station: Davos, Rhinerhorn, auf 2500 m.ü.M. Begrüsst mit Blumensträussen und Nusstorte, rotem Teppich (ok, den haben wir selber mitgebracht) und einem tollen Publikum im rammelvollen Bergrestaurant.
Ein perfekter Start!
2. Station: Lichtenstein, Toggenburg. Bereits beim Anflug sehen wir das dichtgedrängte Publikum im Kreis um unsere Bühne stehen! Ein Feuerwehrauto fährt uns mit Blaulicht vom Landeplatz ins Städtli, wo wir, passend zum Ambiente, Romeo & Julia als Freilichtaufführung versuchen... viel Zeit bleibt nicht, denn in 15 Minuten wartet unser nächster Veranstalter.
3. Station: Dübendorf, Obere Mühle. Nach der Landung ein paar kurze Fototermine, danach per Hintereingang in den Dachstock der Mühle. Kein Mensch im Publikum glaubt uns, dass wir vor zwei Stunden noch auf dem Rhinerhorn aufgetreten sind.
4. Station: Pratteln. Der Besitzer des Ackers, neben dem wir gelandet sind, entpuppt sich als Kleinkunstkenner und chauffiert uns, statt zu reklamieren, ins nahegelegene Restaurant, wo wir die Piloten verabschieden und ins Taxi nach Basel umsteigen.
5. Station: Basel, Kuppel. Der Kleinkunsttag läuft hier schon seit Mittag und wir bilden den Abschluss mit einem 'familiengerechten' Sonderprogramm. Es reicht sogar noch für eine gegrillten Maiskolben!
6. Station: Laufen, Alter Schlachthof. Kurz vor 8 stürmen wir als Überraschungsgäste die Bühne und sind Vorprogramm von Stiller Has. 400 verdutzte Menschen empfangen uns frenetisch und wir benutzen die Konzertatmosphäre, um ein Lied mit Schlagzeugbegleitung vorzutragen. Danach gleich weiter nach Basel...
7. Station: Basel, Teufelhof. Wir betreten nach der Pause die Bühne und stehen vor dem Publikum des deutschen Kabarettisten Volker Pispers. Es ist grossartig, wie vielfältig die unterschiedlichen Bühnen, Säle und Publikümmer sind! Nachdem einige Zuschauer den Mund noch immer nicht wieder zugemacht haben, sind wir schon wieder weg...
8. Station: Basel, Tabourettli. Den Abschluss unserer rekordverdächtigen Tagestour begehen wir auf der Bühne im Tabourettli mit einer Late-Night-Show. Da uns mittlerweile auch nicht mehr so recht klar ist, wo uns der Kopf steht und dies auch völlig egal ist, improvisieren wir viel, sind locker wie selten und haben nicht mal mehr Energie, nervös zu sein. Das ist wunderbar!
Wir bedanken uns bei allen Veranstalterinnen und Veranstaltern für die Kooperativität und den reibungslosen Ablauf!
In der Schweiz gibt es insgesamt 450 Kleintheater und es hat leider nicht ganz für alle gereicht...
Trotzdem: der Tag war grandios und wir freuen uns, wenn wir dann mal unseren Kindern davon erzählen können...
(Ein Beitrag über unseren Heliflug zum Kleinkunsttag gibts zu sehen im «b.magazin», So. 14.9. um 21.35 oder Di. 16.9. um 10.50 morgens. Oder auch übers Netz: b.magazin

