Tagebuch
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08.04.2002
Echinaforce etc.

Sich schauen. Immer wieder sich schauen. Tönt simpel und gut, aber selten ist das so wichtig wie im Zirkus. Wir brauchen viel Energie, und zwar in jeder Hinsicht: die Vorstellungen sind streng, sowohl körperlich, wie auch psychisch. Das ständige Auf- und Abtreten ist wie ein hartes Intervalltraining. Dann die dauernden Wechsel von Draussen nach Drinnen, von Kalt nach Heiss, vom Schwitzen zur Unterkühlung, die ständigen Umzüge in neue Orte, das alles setzt zu und braucht Kraft.
Und dass wir hier Aushängeschild und Roter Faden eines Zirkus-Trosses sind, der rund 180 Personen beschäftigt, beruhigt einen auch nicht nur. Schon immer war uns klar, dass Krankwerden in unserem Job nicht geht. Aber hier im Zirkus geht das grad überhaupt gar nicht –
Hier gibt’s einfach nichts zu husten!
Also päppeln wir unseren Energiehaushalt mit möglichst viel Schlafen*, viel gesundem Essen, viel Trinken stetig wieder auf. Am meisten Energie kriegen wir zum Glück dort wieder zurück, wo wir sie auch einsetzen: in den Vorstellungen nämlich. Die Reaktionen während dem Spielen und der grosse Applaus beim Finale laden drum unsere Akkus schnell wieder auf!
*Grosse Bitte an kleine Paparazzi und Autogrammjäger: klopft doch Morgens um halb 10 lieber beim Giraff an die Tür, der ist dann bestimmt eher wach als wir!

