Tagebuch
Hier findet man alle weiteren Tagebuch-Einträge
07.03.2004
Leere Pfauebühni

Schauspielhaus Zürich, 22.50 Uhr. Hier, wo vor genau einer Stunde noch unser aufwändiges Bühnenbild gestanden hat, ist nun gähnende Leere und der Bühnenraum, so gross wie ein halbes Fussballfeld und so hoch wie ein 7-stöckiges-Wohnhaus, ist frei für die nächste Produktion. Den Abbaurekord haben wir dem grossartigen, siebenköpfigen Bühnentechnikerteam zu verdanken!
Die Betreuung, die uns die zwei Tage hier so angenehm gestaltet hat, die Kantinencrew, die uns bekocht hat, die Garderobière, die unsere verschwitzten Kostüme gleich nach dem Schlussapplaus gewaschen hat und die Inspizientin, die uns alle 15 Minuten über Lautsprecher die Zeit angesagt hat, das alles werden wir in Zukunft vermissen.
Das Gastspiel im renommiertesten Theaterhaus des Landes war wunderbar, das Publikum, das den Saal bis auf den letzten Klappsitz gefüllt hat, war toll und wir sitzen ein bisschen wehmütig im leeren Raum und hoffen, dass wir nicht zum letzten Mal hier sitzen...

