Tagebuch
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12.05.2005
KKL - backstage

Unsere Garderobe hier war riesig! – obwohl wir bloss eine «Solistengarderobe» wünschten (schliesslich heisst unser Stück nicht umsonst «Solo»).
Hätten wir uns in die «Dirigentengarderobe» weisen lassen, wäre da neben dem Kaffeemaschinenboy, neben dem TV, links vom schwarzen Ledersofa und vis-à -vis vom feudalen Catering und dem ausgedehnten Nassbereich, ein ganzer Flügel für das mögliches Vorspiel gestanden. Da aber weder Ursus noch Nadeschkin vor der Vorstellung Klavier spielen, war uns die Solistengarderobe gut genug. D.h. nicht ganz, denn so schön sie war, so weit weg war sie auch: sie war nur per Lift und Schlüssel zu erreichen und es beanspruchte einige Zeit, um am Ende auf der Bühne zu landen. Darum baute sich der Performer Ursus dem Luxus zum Trotz, gleich hinterm Bühnenvorhang, und ganz nah am Geschehen, eine kleine gemütliche Bastelecke, in welcher er ungestört an seinen diversen Bomben basteln durfte!
... unser Hund genoss solange das schwarze Ledersofa.

