Tagebuch
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19.07.2002
Aufdringlich feucht

(Foto: Christian)
Nachtrag:
Dieses Bild zeigt den Rasenteppich unseres Backstage-Einganges während der zweiten Show am gestrigen Donnerstag in Wohlen. Wie Sie sehen, haben die Zebras, Pferde, Giraffe und v.a. die Elefanten zusammen mit dem Dauerregen ganze Arbeit geleistet, und den ehemaligen Wiesenboden bis zum Letzten gepflügt.
In der Folge fand einmal mehr während der laufenden Abendvorstellung das wirklich grosse Kunststück bei uns hinten statt: Das Zurücklegen aller Wege zwischen Garderobe und Zelt, mit Sumpf dazwischen und in sauberem Zustand, nämlich so, dass die 2500 Zuschauenden im Trockenen drinnen an keine drohende Nässe draussen dachten.
Im Gegensatz zur gleichen Situation bei einer gewöhnlichen Vorstellung kam es hier noch erschwerend dazu, dass sich das Ganze während einer Abbauvorstellung abspielte. Was heisst: Je länger der Abend, desto weniger Wege.....weil eben diese mitabgebaut werden!
Wenn man also draussen von A nach B musste, und vorerst noch vom Teppich hin zum Brettchen hüpfte, verschwanden diese letzten trockenen Inseln allmählich bis ganz.
Schliesslich kam der Moment: Der Schlussapplaus, der sich beim Betrachten der klatschenden Menge irgendwie absurd anfühlte: Wir lachten zurück und dachten vor allem an das traurige Wetter, das auf diese grosse, fröhliche Menge wartete.
Aus und vorbei! Jeder Spass hat sein Ende! Schwimmen Sie jetzt bitte alle nach Hause! Eine Stimme von Oben bat drum das Publikum, bitte die vorderen Ausgänge zu benützen. Das dauerte zwar länger, war aber inmitten der steigenden Sintflut ein weiser und sehr viel trockener Entscheid!

