Ursus & Nadeschkin

Tagebuch

Direkt zu einem Monat im Jahr 2021 springen:

October September August July June May April March February January

21.10.2021

Ursus und Nadeschkin brillieren in Sursee

Ursus und Nadeschkin brillieren in Sursee

© Luzerner Zeitung
Am Mittwochabend wurden die «Soorser Comedy Täg» eröffnet. Die Verantwortlichen erhielten dabei den Surseer Kulturpreis.

Mit einer Ballett-Einlage eröffneten Ursus und Nadeschkin gestern die «Soorser Comedy Täg». Und das Publikum war spürbar dankbar, endlich wieder in einem Theater sitzen zu dürfen. Mit gewohntem Wortwitz überzeugten die zwei und integrierten die Zuschauerinnen und Zuschauer immer wieder in das Geschehen.

Fee oder Fähre? Das war eine der Fragen, denen Ursus und Nadeschkin auf den Grund gingen. Es wurde gezaubert, gesungen, der Inder in uns gesucht und demonstriert, wie gefährlich die Bühne sein kann – und wie praktisch es ist, ein Duo zu sein. Sofort volle Bühnenpräsenz «Es war von allen Seiten eine grosse Freude und Erleichterung zu spüren, dass es nun wieder losgehen darf», beschrieben Ursus und Nadeschkin die Rückkehr auf die Bühne. Mit ihrem zehnten Programm «Der Tanz der Zuckerpflaumenfähre» ist das Duo bereits seit 2019 – mit grossen Pausen – unterwegs: «Einerseits spielten wir das Programm ein Jahr nicht, weil wir beim Zirkus Knie waren, dann verschob sich die Wiederaufnahme des Stücks wegen Corona. Für uns ist es also immer noch das neue Programm.»

Kunstschaffende hatten in den letzten knapp zwei Jahren wenig Gelegenheit, aufzutreten. Wie sieht es mit Anlaufschwierigkeiten aus? «Wir haben immer wieder das Gefühl, wir müssten uns warmlaufen, selbst nach einer kleinen Pause von zwei Wochen. Das ist aber nach fünf Minuten verflogen und man merkt, dass man schnell wieder weiss, wie es geht», betonen Ursus und Nadeschkin. Warmlaufen mussten die zwei Comedians in Sursee nicht. Das eingespielte Team setzt auf Running Gags und Liebgewonnenes, wie zum Beispiel das meist gelbe Outfit von Nadeschkin – egal ob Tutu oder Hose und Weste.

Dass das Programm schon vor Corona entstand, war auch daran zu merken, dass es eine halbe Stunde dauerte, bis ein erstes Mal Corona überhaupt erwähnt wurde. Ursus und Nadeschkin sind sich sicher: «Corona ist kein grosses Thema, denn wir denken, dass die Leute schon genug darüber gehört haben.»

Foto: Urs Hanhard

05.10.2021

WELT AUFRÄUMEN – jetzt im Handel!

WELT AUFRÄUMEN – jetzt im Handel!

Endlich ist es da: das neue Buch »Welt Aufräumen« von Ursus Wehrli –Ab sofort überall erhältlich, wo es Bücher gibt!

> Hier der Link zum Beitrag von 10 vor 10

zB. hier: https://keinundaber.ch/.../urs.../die-welt-aufraumen/1224

01.10.2021

«Flash - die Rennkuh»

«Flash - die Rennkuh»

Heute ist unsere allerliebste Kuh Circe in die ewigen Jagdgründe gallopiert.
Wir sind sehr traurig.
Sie hat in all unseren gemeinsamen 65 Vorstellungen im Circus Knie 2020 immer ihr Bestes gegeben und ist uns in all der gemeinsamen Zeit, den vielen Vorproben, auf dem Hof und im Manegenrund enorm ans Herz gewachsen. Wir werden sie sehr vermissen.

16.09.2021

ein Kurz-Filmli, zum un-getestet, -geimpft & -genesen geniessen

Für unsere Zuschauer ohne Zertifikat, veröffentlichen wir heute hier ein kleines Filmli, das man auch ungetestet und ungeimpft, ungenesen und überhaupt völlig unkontrolliert schauen kann!

Für alle anderen, die's eventuell noch nicht gemerkt haben, gibt's wieder Vorstellungen in ECHT!
....und noch ganz viele Tickets für nächste Woche im Schauspielhaus Basel, und in allen weiteren Wochen spielen wir im Casinotheater Burgdorf, im Stadttheater Sursee, im Casino Zug, in der Reithalle Aarau, am Kik-Festival in Kreuzlingen, im Stadttheater Zofingen, im Parktheater Grenchen, am Arosa Humorfestival und im Casino Herisau... wir freuen uns!

08.09.2021

«Hey, es braucht euch!» ...am 9. /10. Sept. im Le Théâtre, Emmen

 «Hey, es braucht euch!» ...am 9. /10. Sept. im Le Théâtre, Emmen

Ursus und Nadeschkin am 9. und 10. September im Le Théâtre, Emmen

Ursus und Nadeschkin waren bei den Ersten, die sich wieder auf die Bühne gewagt haben. Beim Publikum ist der Re-Start noch nicht ganz angekommen. Diese Woche gastieren die beiden in Emmen.

Sie stehen seit einer guten Woche wieder auf der Bühne. Wie fühlt es sich an, zurück zu sein?
- Urs Wehrli: Wir spüren in allen Theatern, in denen wir spielen, eine riesige Freude. Das erging mir persönlich natürlich genauso. Die erste Woche war auch richtig an- strengend. Man ist es nicht mehr gewohnt. Ich war nach den drei Shows letzte Woche richtig müde.
- Nadja Sieger: Ich habe letzte Woche auf der Bühne wieder gespürt: Das ist das, was ich richtig gut kann.
- Urs Wehrli: Das ist jetzt ein ziemliches Eigenlob.

War Ihnen das nicht mehr bewusst?
- Nadja Sieger: Wenn man so lange nicht auf der Bühne stehen darf, vergisst man es etwas. Ich hatte mir schon überlegt, den Beruf zu wechseln und einfach etwas an- deres zu machen. Man gewöhnt sich alles ab. Letzte Woche auf der Bühne habe ich wieder gespürt: Es ist richtig, dass wir das machen.

Haben Sie am Programm während der Pause laufend etwas verändert, oder konnten Sie die Nummern nun praktisch aus der Schublade ziehen?
- Urs Wehrli: Wir verändern immer wieder, das war in den letzten Monaten nicht an- ders als vor Covid.
- Nadja Sieger: Das hat aber immer damit zu tun, dass das Publikum jeden Abend anders ist.

Man hatte das Gefühl, die Leute seien hungrig nach Kultur, umso überraschender war, dass Sie in Bern zwei Vorstellungen absagen mussten, weil der Verkauf schlecht lief. Kam das auch für Sie überraschend?
- Nadja Sieger: Wir haben bereits im Juni gespürt, dass der Verkauf nicht anzieht. Die Veranstalter in grossen Theatern haben es besonders schwer. Es wurde sehr häufig darauf hingewiesen, Grossveranstaltungen zu meiden, deshalb wollen die Leute da momentan nicht hin.

Haben Sie eine Erklärung?
- Nadja Sieger: Ich glaube, die Covid-Situation wurde in den Medien die letzten Wo- chen etwas schöngeredet.
- Urs Wehrli: Wir haben aber auch gemerkt, die Absage der Vorstellungen in Bern hat etwas bewirkt. Wenn ich mich mit Privatpersonen ausgetauscht habe, haben die immer davon gesprochen, wie toll es sei, dass es wieder losgehe, sie scheinen aber vergessen, zu haben dass sie selber das Publikum sind. Ich glaube, es braucht nicht viel, um den Leuten zu sagen: «Hey, es braucht euch!»
- Nadja Sieger: Online wird auch viel negativ über die 3G-Events geschrieben. In der Realität, nach Vorstellungen, werden ganz andere Stimmen laut: Sehr viele Zuschauende sind dankbar, dass es diese Zertifikate gibt.

Ist bei allen Ihren Vorstellungen ein Zertifikat notwendig?
- Urs Wehrli: Bei uns entscheidet der Veranstalter, welche Schutzkonzepte auferlegt werden.

Im aktuellen Programm spielen Sie unter anderem Ihre Lieblingsnummern. Wie ist es zu diesem Programm gekommen?
Nadja Sieger: Wir haben einen Giftschrank an Ideen, bei denen wir in der Vergangenheit das Gefühl hatten, diese Nummern werden aktuell noch nicht verstanden. Der Rahmen des Stücks ist eigentlich Tschaikowskys «Tanz der Zuckerfee». Dieses Stück hat eben- falls keinen roten Faden, ist ein unglaubliches Durcheinander und hat wie bei uns schöne Fantasiebilder und unterschiedliche Welten, die aufeinanderprallen. Es ist ganz anders als bei uns, aber die Grundstruktur ist genauso wild und hat viel Platz für unsere Lieblingsnummern. Es hat sich auch gezeigt, der Giftschrank ist nicht so giftig, wie wir zunächst gedacht hatten.

Sie hatten nun eine lange Pause. Hat sich in dieser Zeit bereits das nächste Programm entwickelt? - Nadja Sieger: Hätte man uns im März 2020 gesagt: «Ihr habt nun eineinhalb Jahre Pause», hätte man gut etwas erarbeiten können. Wir rechneten aber immer damit, dass es gleich losgehen würde. Ich musste im letzten Jahr beispielsweise immer wieder mit einer Hornkuh für meinen Auftritt im Zirkus Knie üben.

Bei Ihnen läuft jeweils viel parallel. Welche Projekte sind neben dem aktuellen Programm noch am Laufen?
- Urs Wehrli: Mein neues Buch erscheint in einem Monat, da hab ich noch gerade einiges zu tun. Wenn man jeden Abend spielt, bleibt aber nicht mehr viel Zeit ausser zwei, drei Stunden Büroarbeiten.
- Nadja Sieger: Unsere aktuelle Tournee entspricht nicht der idealen Planung, aber zu Coronazeiten muss man Kompromisse eingehen.

Weshalb nicht ideal?
Ich habe jetzt zu Zeiten Shows, zu denen ich eigentlich zu Hause als Mutter gefragt wäre. Das passiert mir sonst nie. Ich habe auch ganz viele Ideen, aber die grossen Projekte bleiben im Moment im Sumpf hängen. Wir müssten jetzt eigentlich die Jahre 2023 und 2024 planen, aber ich getraue mich fast nicht, so weit zu denken. Da darf man nicht allzu lange darüber sprechen, denn das lähmt. Da denke ich lieber gleich an den nächsten Auftritt.

Interview: Marcel Habegger
Foto: Geri Born
Vorstellungen in Emmen:
Do., 9., und Fr., 10. September, 20 Uhr im Le Théâtre in Emmen, www.ticketcorner.ch.