Ursus & Nadeschkin

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30.09.2020

@ Aargauer Zeitung

@ Aargauer Zeitung

Ein Heimspiel für den Komiker «Ich bin schon etwas kribbeliger als sonst»

Die Zirkus-Knie-Crew ist im Schachen. Der einzige Stopp im Kanton freut besonders den Heimweh-Aarauer Urs Wehrli alias «Ursus». Heute lebt der Komiker mit seiner Familie in Zürich.

Anders als bei der Premiere in Bern hat Urs Wehrli alias «Ursus» in Aarau ein Heimspiel.
Im Aarauer Schachen riecht es nach Stroh. Etwas entfernt von Ponys und Kamelen reihen sich Zirkuswagen in einer Kolonne ein. Der rote Zelteingang steht bereits daneben – das Zelt dahinter ist erst eingezeichnet. Später als ursprünglich geplant kam am Montag der Circus Knie in der Kantonshauptstadt an. Am Mittwoch ist die erste Vorstellung. Es ist der einzige Zwischenhalt im Kanton. In der Manege steht zum ersten Mal seit achtzehn Jahren auch das Komikerduo «Ursus und Nadeschkin». Für Urs Wehrli (Ursus) ist es ein Heimspiel. Er ist in Aarau aufgewachsen. «Etwas kribbeliger als sonst bin ich schon. Und die Freude ist noch grösser», so der selbst ernannte Aarau-Fan. Heute lebt der Komiker mit seiner Familie in Zürich. Aus der Altstadt ist er schon vor 30 Jahren weggezogen. Trotzdem: Es «heimele» immer, sagt Urs Wehrli. «Ursus» schläft im Wohnwagen neben der Turnhalle.

Wie die Zirkusleute haust auch «Ursus» bis Sonntag in einem Wohnwagen unter den Bäumen neben der Turnhalle. «Ein lauschiges Plätzchen», sagt er. In den freien Stunden wolle er Bekannte und Verwandte treffen. Und: zu einem seiner Lieblingsorte – dem Alpenzeiger – spazieren und den Ausblick auf die ehemalige Heimat geniessen.

Aarau ist der zweite Halt auf der ­coronabedingt verkürzten Tournee des Circus Knie. Den Stopp in Thun (25. bis 27. September) hat die Familie – Géraldine Knie ist die künstlerische Leiterin – aus Kostengründen kurzfristig abgesagt und stattdessen den Aufenthalt in Bern verlängert. «Die Stimmung im Publikum und der Crew ist bis jetzt sehr gut», sagt Catherine Bloch, Medienverantwortliche des Circus Knie. Man habe die beschränkte Anzahl Sitzplätze verkaufen können. Für die sieben Aufführungen in Aarau gibt es noch Tickets. Ab dem 1. Oktober dürfen 2000 Zuschauerinnen gleichzeitig ins Zelt. Es gilt eine Maskenpflicht sowie ein Alkoholverbot. Zur besseren Luftzirkulation werden in der Zeltkuppel ausserdem drei Lüftungen eingebaut, feste Sitzplätze zugeteilt und das Zelt in Sektoren unterteilt. «Wir haben unsere Ohren wegen der Masken geschärft.»

Die Eintrittskarten für die ursprünglich geplante Tour können Zuschauerinnen gegen eine Bearbeitungsgebühr, die an Ticketcorner geht, zurückgegeben. «Die Rückabwicklung von Zehntausenden von Tickets» stelle eine «enorme Herausforderung» dar, heisst es in einer Medienmitteilung vom 13. August. «Es gab aber auch Leute, die das Ticket nicht zurückgegeben haben, um den Circus Knie zu unterstützen», sagt Catherine Bloch. Auch für «Ursus und Nadeschkin» ist das Schutzkonzept eine Herausforderung. «Wir haben uns anfangs sehr gesträubt und hatten viele Befürchtungen wegen der Masken», sagt Urs Wehrli. Allerdings: Nach dem ersten Abend seien diese schon verflogen gewesen. «Ich hätte nie gedacht, dass es so problemlos geht.» Einzig das Lachen der Zuschauer sei leiser.

Text: Marina Bertoldi
© Stefan Gierisch/zvg

22.09.2020

Eine lustige Arbeit

Eine lustige Arbeit

In normalen Zeiten machen Ursus & Nadeschkin vor der offiziellen Uraufführung eines neuen Stücks meist bis zu 20 Testvorstellungen. Da Publikumsreaktionen bei unserer Arbeit enorm wichtig sind, können wir unsere Szenen im Proberaum – ohne Publikum – nicht wirklich zu Ende bauen. Verfeinert, perfektiniert und angepasst wird immer in der sehr wichtigen «Try-Out-Phase» in den letzten Wochen vor der eigentlichen Première.

Wegen eines kleinen Virus (vielleicht haben sie davon gehört...) gab es diesmal im Vorfeld der Zirkus-Uraufführung weder Testvorstellungen noch eine Haupt– oder Generalprobe. Kaum vorstellbar, wie gewagt für uns diesmal der Sprung ins kalten Wasser war... am 4. September, vor zweieinhalb Wochen und vor Publikum mit Masken...
 
Dass wir darum heute, nach der 19ten Vorstellung immernoch im Entwicklungsgroove sind, ist nicht verwunderlich: Jede Vorstellung wird per iPad aufgezeichnet, und spontane Impros, die witziger sind, als das eigentlich Geübte, werden ins neue Skript eingefügt. Das ist eine schöne und auch sehr lustige Arbeit, wie man hier im Bild unschwer erkennen kann ;-)!

Bild: © Geri Born Zürich

20.09.2020

Ausfall

Ausfall

Die schwebende Bühne blieb heute einfach in der Mitte stehen. Oder besser: hängen. Und rührte sich nicht mehr. Die erste Vorstellung konnte gerade noch knapp zu Ende gespielt werden.
Obwohl das ganze technische Team alles daran setzte, den Schaden bis zur zweiten Show um 14:30 Uhr zu beheben, musste die Nachmittagsvorstellung leider abgesagt werden. Ein Softwareproblem. Vielleicht ein Virus? Als ob wir nicht schon genug Sorgen mit Viren hätten...
Bis zur nächsten Show am Mittwoch sollte alles wieder laufen.

Sorry für alle, die sich auf die heutige Show gefreut hatten!

PS: Die Tickets behalten ihre Gültigkeit für die Ersatzshow vom Mittwoch, 23.09.2020 um 17.00 Uhr.

19.09.2020

U&N zusammen mit der Töff-Crew des #GLOBEOFSPEED. Die acht Kolumbianer und zwei Argentinier lassen den Adrenalinpegel am Ende der Show in die Höhe schnellen.
Zusammen mit uns sind sie hier für einmal schön brav aufgereiht.

Foto: Danièle Traeber

17.09.2020

U&N bei Gredig direkt. Sendung verpasst?

U&N bei Gredig direkt. Sendung verpasst?

«Gredig direkt» mit dem Komikerduo Ursus & Nadeschkin 2020 hätte das Zirkusjahr der Komiker Ursus und Nadeschkin werden sollen. Nach der Erfolgstournee von 2002 schickte sich das Duo an, die Schweiz erneut mit ihren Spässen in der Manege des Zirkus Knie zu erobern. Doch dann kam Corona und die Premiere fand mit einem halben Jahr Verspätung statt. Bei Moderator Urs Gredig berichten Urs Wehrli und Nadja Sieger von der Schwierigkeit eines Auftritts vor «vermummtem» Menschen, von der Dankbarkeit des Publikums und warum sie den Humor auch in schwierigen Zeiten nicht verlieren.

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