Ursus & Nadeschkin

Tagebuch

11.11.2019

@ BNN: ZWEI MODERNE CHARLIE CHAPLINS

@ BNN: ZWEI MODERNE CHARLIE CHAPLINS

Post aus Karlruhe –

heute in den Badischen Neusten Nachrichten:
ZWEI MODERNE CHARLIE CHAPLINS

Liebenswert naiv und komisch, so präsentierte sich das Schweizer Duo Ursus und Nadeschkin im ausverkauften Tollhaus. Das Publikum war begeistert und holte die beiden mit ihrem Applaus immer wieder zurück auf die Bühne.
Bei ihrem aktuellen Programm «Der Tanz der Zuckerpflaumenfähre» erweisen sich Ursus und Nadeschkin erneut als gehaltvollster Schweizer Export nach Schokolade und Käsefondue. Dabei ist es ein Genuss, der weniger auf die Hüften als vielmehr auf das Zwerchfell geht, dem großen, eher ruhigen Schweizer und seiner zwanzig Zentimeter kleineren, aber bis in die blonden, wild zerzausten Haarspitzen mit Energie vollgestopften Bühnenpartnerin zuzusehen.
Unerwartet anmutig beginnt die Seelenmassage mit Ballett. Auch wenn Tschaikowsky beim «Tanz der Zuckerfee» in seiner Komposition «Der Nussknacker» wohl weniger den Schiffsverkehr sondern zierliche Flugwesen im Sinn hatte, kontert Ursus den Einwurf von Nadeschkin, sie sei keine Fähre sondern eine Fee, mit bestechender Logik. „Der Mäusekönig lebte auf der anderen Seite des Flusses. Wie meinst du kommt man da hin? Mit der Drei-Uhr-Fee?“.

Ursus und Nadeschkin sind das beste Mittel gegen trübe Gedanken und Niedergeschlagenheit. So süß wie Globuli beweisen sie ihre Wirksamkeit.
Sie nur als Clowns zu bezeichnen, würde ihrer Bühnenpräsenz nicht annähernd gerecht. Vielmehr verbinden die Beiden als moderne Charlie Chaplins verschiedenste Arten der Komik mit Tanz, Clownerie, Anmut und einer großen Portion sprachlichem Slapstick.

Das Publikum im ausverkauften Tollhaus lacht durchgängig und applaudiert die beiden immer wieder zurück auf die Bühne. Mit einem Charleston, der in seiner ästhetischen Ausführung im Spotlight begleitet von fallendem Kunstschnee dem anfänglichen Ballett in nichts nachsteht, endet das Programm so anmutig wie es begonnen hat.
PO

07.11.2019

Lange Tourneen – müde Crew

Lange Tourneen – müde Crew

Manchmal, wenn man fast täglich weite Distanzen fährt, sich ausschliesslich im Zug, Tourbus, in Hotels oder Theatern aufhält, dann fühlt man sich schnell mal älter als man ist!

05.11.2019

Wir heute hier

Wir heute hier

Im Foyer des Theaterhauses Stuttgart, zurzeit kleben wir noch an der Hinweistafel, heute Abend stehen wir dann auf der Bühne.

26.10.2019

Jukebox Radio Salzburg

Jukebox Radio Salzburg

Zwischen Frühstück in Salzburg und Soundcheck in Linz schauten wir noch eine Stunde lang beim ORF vorbei.
Die Jukebox auf Radio Salzburg wird heute zwischen 17-18h ausgestrahlt.
Hier findet ihr den Link zur Sendung!

24.10.2019

Großmeister des absurden Humors!

Großmeister des absurden Humors!

© Oberösterreichisches Volksblatt

Großmeister des absurden Humors!
Ursus & Nadeschkin boten große Komik im Linzer Posthof!

Da ist eine Tür auf der Bühne, behauptet Ursus. „Das hätte ich bemerkt“, behauptet Nadeschkin. Man hört die Tür, wenn Ursus ein- und ausgeht, Nadeschkin fragt nach: „Können wir uns keine leisten, die man auch sieht?“

Geräuschkulissen, Pantomime und zwei Clowns, die Grenzen zwischen Fantasie und schnöder Realität verflüssigen. Fische sprechen nicht, am Ende hat Nadeschkin das Publikum so weit gebracht, dass es auch daran zweifelt. Sie hält einen Stofffisch hoch, der Applaus endet abrupt, vielleicht spricht der Fisch ja doch?

Scheitern zur Perfektion entwickelt
Ursus & Nadeschkin, die zwei Schweizer Großmeister des absurden Humors, beehrten am Mittwoch den knallvollen Linzer Posthof. Das 1987 gegründete Duo hat in „Der Tanz der Zuckerpflaumenfähre“ das Scheitern zur Perfektion entwickelt, balanciert traumwandlerisch zwischen verspielt kindisch und schwer philosophisch. Die quirlige Nadeschkin, bürgerlich Nadja Sieger, eine Seelenverwandte von Stan Laurel. Vorgeblich bemüht, es dem um Korrektheit bemühten Ursus (Urs Wehrli) recht zu machen. Witze mit Pointen, aber ohne Vorbau. Eine Lawine. (Was ist weiß und stört beim Essen?) Dadaistische Zauberkunststücke, Gegenstände verschwinden, die auch vorher nicht da waren. Ein roter Faden Ursus’ Bildungsauftrag, ein Goethe-Gedicht zu deklamieren. Bis er endlich dazu kommt, hat Nadeschkin eine Zündvorrichtung an seinem Körper montiert. Im Tumult Goethe kaum zu hören, aber auf Ursus’ Kopf sprühen lustige Funken. Zeitgemäßes Marketing, der Inhalt unwichtig, die Verpackung zählt! Große Komik über das grundsätzlich fehlerhafte Wesen Mensch. Der Fisch blieb stumm, das Publikum zeigte sich beglückt.

(Foto: Geri Born, Zürich)